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FC Ezelsdorf holt sich Titel Nummer 19

Der SV Unterferrieden wartet nun schon seit fast zehn Jahren auf einen Sieg beim Gemeindepokal. Bei der 46. Ausspielung seit 1972 war der Kreisklassenaufsteiger nahe dran, doch am Ende jubelte einmal mehr der FC Ezelsdorf. Mit einem 2:1-Finalsieg holte sich der Kreisligist, der seit 2012 immer im Finale stand und davon fünf Mal gewann, seinen insgesamt 19. Titel. Der SV Unterferrieden dagegen wartet seit dem letzten Triumph 2008 vergeblich auf einen Turniersieg.

Nach vier Finalniederlagen seit 2010 schien diesmal vor dem Endspiel vieles für die Fußballer vom Röthweiher zu sprechen, endlich auch wieder einmal den begehrten Pokal in die Luft stemmen zu können. Doch es kam erneut anders.

Doppelschlag zeigte Wirkung

Die Gastgeber begannen selbstbewusst und setzten Favorit Ezelsdorf in den ersten zehn Minuten unter Druck. Doch dann fühlte sich niemand für Christian Schönweiß zuständig, der den sich bietenden Freiraum dankend nutzte und ein Solo mit einem Traumtor in den linken Torwinkel abschloss. Nur drei Zeigerumdrehungen später war es erneut Schönweiß, der den Ball von Bastian Eckersberger maßgerecht in die Schussbahn aufgelegt bekam und das Spielgerät volley diesmal ins rechte Toreck hämmerte.

Dieser Doppelschlag zeigte Wirkung bei Unterferrieden. Ezelsdorf versäumte es jedoch nachzulegen. Sebastian Hecke (23.) per Kopf und Daniel Schneider (28.), dessen Schuss SVU-Torhüter Dominik Hirschmann nur mit viel Mühe zur Ecke ablenken konnte, ließen gute Torgelegenheiten aus. Die größte Chance zum 3:0 ließ jedoch Kapitän Pascal Preißer fünf Minuten vor dem Seitenwechsel liegen, als er allein vor SV-Torhüter Hirschmann den Ball am linken Torpfosten vorbeisetzte.

Zu nachlässig vor dem Tor

Die Ezelsdorfer Nachlässigkeiten bei der Chancenverwertung hätten sich kurz vor der Pause fast gerächt. Lukas Warnhofer ließ sich von Alexander Hass den Ball abluchsen, und FC-Verlegenheitstorhüter Patrick Hemmer musste sich strecken, um den Anschlusstreffer zu verhindern.

Die zweite Halbzeit gehörte dann fast ausschließlich den Gastgebern. Während Unterferrieden alles in die Waagschale warf, das Spiel noch zu drehen, agierte die Elf von Trainer Markus Lewey viel zu passiv und überließ dem Gegner das Spiel. Lohn der couragierten Leistung war der 1:2-Anschlusstreffer von Alexander Haas, der mit einem tollen Schuss in der 53. Minute traf.

Schiri stand im Mittelpunkt

Bereits eine Minute später schien sich das Blatt endgültig hin zu den „Blau-Weißen“ zu wenden. Ezelsdorfs Abwehrchef Armin Lang foulte den Torschützen, der erneut auf dem Weg zum Tor war, kurz vor der Strafraumlinie, doch Schiedsrichter Froschauer (SV Moosbach), der einige unglückliche Entscheidungen gegen die gastgebende Elf fällte und alles andere als ein Heimschiedsrichter war, ließ den Sünder ungestraft.

Die Unterferriedener forderten vehement die rote Karte, doch der Unparteiische zeigte Lang nicht einmal gelb. Die Verwarnung holte sich der Ezelsdorfer Abwehrchef dann erst in der Schlussphase der Partie ab, als er den SVU-Torschütze Haas rustikal in die Bande checkte.

Pfeife blieb stumm

Kurz nach der mit spielentscheidenden Szene ein weiterer Aufreger im Ezelsdorfer Strafraum. Die Gastgeber reklamierten ein Handspiel von Pascal Preißer, doch die Pfeife des Unparteiischen blieb stumm.

Während Unterferrieden weiter mit großem Einsatz an- und sich in der FC-Abwehr festrannte, ließ Ezelsdorf eine Reihe von erstklassigen Konterchancen liegen. Eckersberger hatte nach 61 Minuten das 3:1 auf dem Fuß, doch dessen Schuss wurde von Fabian Hirschmann irgendwie gerade noch an den Pfosten abgefälscht (61.).

Danach setzte der aufgerückte Lang den Ball leichtfertig über den Kasten (77.), und schließlich parierte SVU-Torhüter Hirschmann einen Schuss von Sebastian Hecke (80.) reaktionsschnell. Auf der Gegenseite hatten der eingewechselte Manuel Hirschmann und Patrick Hereth fünf Minuten vor Schluss nochmals den Ausgleich auf dem Fuß. Positiver Nebeneffekt des Gemeindepokalsieges für den FC Ezelsdorf ist, dass man sich damit auch für die Totopokalrunde auf Kreisebene qualifiziert hat.

Haas‘ Hattrick

Bei den Platzierungsspielen am Freitag hatte Unterferrieden Titelverteidiger TSV Burgthann mit 5:2 abgefertigt. Die Gastgeber lagen durch einen Hattrick von Alexander Haas schon nach 21 Minuten 3:0 vorne. Sascha Weiß erhöhte nach dem Wechsel auf 4:0, ehe der TSV Burgthann eine kurze Schwächephase nutzte und durch Tobias Zitzmann und Onur Celik innerhalb von fünf Minuten auf 2:4 verkürzte. Den Schlusspunkt setzten aber wieder die Hausherren durch Fabian Hirschmann (77.)

Der FC Ezelsdorf tat sich dagegen schwer, den FSV Oberferrieden 2:1 in die Schranken zu weisen. Der A-Klassist hielt überraschend gut mit und ging durch einen Distanzschuss von Andreas Mederer kurz vor der Pause sogar in Führung. Beim Rekordpokalsieger, bei dem Christian Schönweiß in der ersten Halbzeit einen Elfmeter versiebte, avancierte schließlich Daniel Schneider mit zwei Toren im zweiten Durchgang zum Matchwinner.

Vorjahressieger wurde letzter

Der TSV Burgthann kam auch im Spiel um Platz drei nicht in die Gänge. Der FSV Oberferrieden düpierte den Vorjahressieger und ging durch Max Bärnreuther (27.) und Marc Klemm (31.) 2:0 in Führung. Kurz nach Wiederbeginn legte Tobias Haasdas 3:0 nach. Und auch den 3:1-Anschluss besorgte der FSV in Person von Florian Susser selbst (55.), ehe Haas zwei Minuten später den alten Abstand wieder herstellte. Für den enttäuschende Vorjahressieger reichte es nur noch zur Ergebniskorrektur durch Paul Ring.

Nachdem die „Schlacht“ geschlagen war, trafen sich die Spieler an der mobilen Theke auf dem Sportgelände und im Zelt zu Live-Musik der „Soundberrys-Party Band“ mit Frontmann Rainer Ulherr, seines Zeichens neuer Trainer der 2. Mannschaft des FC Ezelsdorf. Bürgermeister Heinz Meyer blieb es vorbehalten Ezelsdorfs Kapitän Pascal Preißer den Siegerpokal zu überreichen.

Quelle: n-land.de/sport